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Beckenboden & Kiefergelenk – Warum hängt das zusammen?

Hedda Schablowsky • 25. Februar 2025

Beckenboden & Kiefergelenk 

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass alles im Körper zusammenhängt – aber dass dein Kiefer etwas mit deinem Beckenboden zu tun haben könnte, klingt erstmal ziemlich überraschend, oder? Tatsächlich zeigen erste wissenschaftliche Hinweise, dass es hier eine spannende Verbindung gibt.



In unserer Praxis haben wir uns genau auf diese Zusammenhänge spezialisiert! Unser Team aus erfahrenen Therapeut:innen hat verschiedene Weiterbildungen in den Bereichen Beckenbodentherapie, Kiefergelenksbehandlung (CMD) und osteopathische Techniken absolviert. Dadurch können wir Beschwerden ganzheitlich betrachten und gezielt behandeln.

Der Beckenboden – Ein Muskel mit großer Wirkung

Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bändern, die deine Organe wie Blase, Darm und Gebärmutter stabilisieren. Wird er zu schwach oder verspannt er sich, kann das zu Beschwerden führen wie:


- Rückenschmerzen oder Schmerzen im Beckenbereich

- Inkontinenz (Urin- oder Stuhlverlust)

- Schwierigkeiten beim Stuhlgang

- Ein unangenehmes Druckgefühl im Becken

- Schmerzen beim Sex


Die Ursachen? Vieles kann den Beckenboden beeinflussen – zum Beispiel Schwangerschaft, Geburt, Operationen, langes Sitzen oder auch Stress (Faulkner, 2013).

Das Kiefergelenk – Mehr als nur „Knacken im Kiefer“

Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel und sorgt dafür, dass wir sprechen, kauen und gähnen können. Bei einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) kommt es zu Fehlfunktionen, die oft folgende Symptome auslösen:


- Schmerzen oder Verspannungen im Kiefer

- Knacken oder Reiben beim Öffnen des Mundes

- Zähneknirschen (Bruxismus) – oft stressbedingt

- Kopf-, Nacken- und sogar Rückenschmerzen (Santos et al., 2022).

Der überraschende Zusammenhang zwischen Beckenboden & Kiefer

Auch wenn dieser Zusammenhang noch wenig erforscht ist, gibt es spannende Hinweise darauf, dass dein Beckenboden und dein Kiefergelenk mehr gemeinsam haben, als du denkst:


- Stress & Anspannung: Stress kann sich sowohl im Kiefer als auch im Beckenboden festsetzen. Wer häufig die Zähne zusammenbeißt oder mit den Kiefermuskeln presst, spannt oft unbewusst auch andere Muskelgruppen an – darunter den Beckenboden (Zuszek et al., 2019).


- Körperhaltung & Muskelketten: Wusstest du, dass Fehlhaltungen sowohl Kiefer als auch Becken beeinflussen können? Eine vorgeneigte Kopfhaltung verändert die Körperstatik, belastet das Kiefergelenk und kann zu Verspannungen im gesamten Muskelapparat führen – inklusive Beckenboden (Odzimek & Maj-Gnat, 2021).


- Verletzungen oder OPs: Ob eine OP im Beckenbereich oder eine Zahnbehandlung – der Körper gleicht Veränderungen oft durch Verspannungen in anderen Regionen aus. Wer jahrelang Schmerzen im Becken hatte, entwickelt möglicherweise auch Fehlbelastungen im Kiefergelenk (Kulesa-Mrowiecka et al., 2013).


Unser Ansatz – Ganzheitliche Therapie für langfristige Lösungen

Weil der Körper als Einheit funktioniert, setzen wir in unserer Praxis auf einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Unsere Therapeut:innen bringen spezielle Weiterbildungen in den Bereichen Beckenbodentherapie, CMD-Behandlung, Osteopathie und Physiotherapie mit – und genau diese Kombination macht unsere Behandlung so wirkungsvoll.



Du bist nicht allein – Wir begleiten dich!

Viele Patient:innen kommen mit Beschwerden zu uns, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch oft zeigt sich, dass Beckenboden- und Kiefergelenksprobleme gemeinsam betrachtet werden müssen, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.


Wir wissen, wie frustrierend es sein kann, von Ärzt:innen oder Therapeut:innen zu hören, dass „man da nicht viel machen kann“. Genau hier setzen wir an! Unser Team hat sich auf dieses Spezialgebiet weitergebildet, weil wir überzeugt sind: Mit dem richtigen Therapieansatz lassen sich selbst langwierige Beschwerden deutlich lindern.

Quellen

Faulkner, G. (2013). The relationship between connective tissue abnormality and pelvic floor dysfunction. University of Manchester.

Kulesa-Mrowiecka, M., Sycz, P., Zyznawska, J., Jaworek, M., Mańko, G., & Brzostek, M. (2013). Assessment of temporomandibular joint dysfunctions and the position of pelvis. The Journal of Orthopaedics Trauma Surgery and Related Research.


Mielcarek, M., Złotnicka, K., Jaranowska, K., Borek, J., Malak, R., & Samborski, W. (2019). Impact of temporomandibular joint disorders on body posture.


Odzimek, M., & Maj-Gnat, K. (2021). Disorders of the statics of the body and the temporomandibular joint. Journal of Education, Health and Sport.


Santos, E. A., Peinado, B., Frazão, D. R., Sousa Né, Y. G., Fagundes, N., Magno, M., Maia, L., Lima, R. R., & Souza-Rodrigues, R. D. (2022). Association between temporomandibular disorders and anxiety: A systematic review. Frontiers in Psychiatry.


Zuszek, A., Borek, J., Malak, R., & Samborski, W. (2019). Temporomandibular joint dysfunctions in the context of psychological disorders among pediatric patients. Journal of Education, Health and Sport

von Hedda Schablowsky 25. März 2025
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